Link verschicken   Drucken
 

Presse

6. März 2018, Wiesbadener Kurier

 

Flirrend und geheimnisvoll: Roberto Legnani betört mit der Gitarre

Von Manuel Wenda

 

Mit Originalliteratur, Bearbeitungen und Eigenkompositionen präsentierte der Gitarrist Roberto Legnani in der Musikbibliothek ein breit gefächertes Programm.

 

Der legendäre Andrés Segovia sagte einmal, dass die Gitarre den Hörer in einen Traumzustand versetze. So gelang es auch Legnani, eine hermetische Welt zu evozieren. Segovia wird inzwischen, nicht immer zu Unrecht, kritisiert, dennoch: Sein zutiefst romantisches Musikverständnis erschloss der Gitarre eine große Hörerschaft. Viele heutige Gitarristen mögen in technischer Hinsicht ein beachtliches Niveau erreicht haben, manchmal erscheinen ihre Interpretationen blutleer.

 

Schönheit des Instruments steht im Mittelpunkt

Legnani stellt die Schönheit des Klangs seines Instruments in den Mittelpunkt, und der ist betörend. Von den ersten Momenten an zog er das Publikum in seinen Bann. Selbst ein eher kleines Stück wie die „Spanische Romanze“ wirkte flirrend und geheimnisvoll.

„Leyenda“ von Isaac Albéniz, besser bekannt als „Asturias“, ist wohl das bekannteste Gitarrenstück, das nicht für Gitarre geschrieben wurde. Der Pianist Albéniz hat es allerdings dem Idiom des spanischen Nationalinstruments abgelauscht. Legnanis Deutung bestach mit einer warmen, tiefgründigen wie gesanglichen Tongebung.

 

Agustín Barrios Mangoré (1885-1944) war ein paraguayischer Komponist, dessen Werke der Gitarrist John Williams mit entdeckt hatte. „La Catedral“ ist sein berühmtestes Stück, das beim Interpreten hohe Virtuosität voraussetzt. Legnani bot es lautmalerisch dar, besonders anmutig tönte das Andante Religioso.

 

Wie nachttrunkene Kleinode

Legnanis eigene Schöpfungen sind folkloristisch inspiriert, durchaus geschmackvoll und fügen sich nahtlos ins Programm. „Spatter the Dew“ schöpft aus der irischen Tradition, feingliedrig war Legnanis Spiel. „Moods from the Song of King David“ vereint andalusische wie sephardische Einflüsse.

 

Irisierend geriet das dritte Präludium von Heitor Villa-Lobos, nach Uruguay führte die „Milonga“ Jorge Cardosos. Verschwommen wie poetisch entspannen sich zwei Sätze aus der Suite e-Moll Nr .10 von Dieterich Buxtehude. Mauro Giuliani stammte aus Apulien, seine erfolgreichsten Jahre hatte der Komponist Anfang des 19. Jahrhunderts in Wien. „Le Rossiniane no. 1“ wirkten bei Legnani wie nachttrunkene Kleinode voller Verspieltheit und Unvernunft. Mit Manuel De Fallas „Tanz des Müllers“ verabschiedete sich der Gitarrist.

 

 


29. Januar 2010, Wiesbadener Kurier
Mehr als nur Kapriolen
Gespräch mit dem früheren Generalmusikdirektor Siegfried Köhler in der Musikbibliothek

von Shirin Sojitrawalla

 

Eigentlich benötigt Siegfried Köhler niemanden, der ihm Fragen stellt. Er ist ein Alleinunterhalter im besten Sinne des Wortes. Und doch war es schön, dass die Vorsitzende des Fördervereins der Musikbibliothek "Prima La Musica", Christina Willms, ihm Steilvorlagen für seine ebenso informativen wie unterhaltsamen Ausführungen bot. Nur für die, die es nicht wissen: Der Dirigent und Komponist Siegfried Köhler war von 1973 bis 1989 Generalmusikdirektor am hiesigen Theater und ging danach als Hofkapellmeister an die Königliche Oper Stockholm. Zuvor war er in Freiburg, Düsseldorf, Köln und Saarbrücken engagiert. Im vergangenen Jahr wurde er von der Stadt Wiesbaden für sein künstlerisches Lebenswerk ausgezeichnet. In der Reihe "Jour musical" war er nun in der Musikbibliothek zu Gast, um aus seinem Leben "zwischen E- und U-Musik" zu plaudern.

Bestens aufgelegt erzählte Köhler vor den zahlreich erschienenen Zuhörern von seinen Anfängen als Komponist und Dirigent. Beim ersten Dirigat hatte er noch nicht einmal einen Frack, der Konfirmandenanzug tat es aber schließlich auch. Dabei erweist sich Köhler als wahre Anekdotenmaschine, referiert immer wieder Pannen aus dem Theater und Amüsantes am Rande. Schon 2003 erschien seine Biografie "Alles Capriolen", in der sich sein Leben und Wirken nachlesen lässt. In der Musikbibliothek erzählt er bescheiden, aber auch kokett, witzig und pointenselig aus seinem Leben, trällert auch schon mal eine paar Takte zur Untermalung. Vom Band werden dann noch Beispiele seiner eigenen Kompositionen eingespielt, bevor auch die Zusammenarbeit mit seinem Sohn, dem Regisseur Klaus-Dieter Köhler, zur Sprache kommt. Jüngst haben die beiden gemeinsam eine Kinderoper geschrieben.

 

Dass Siegfried Köhler in diesem Jahr 87 Jahre alt wird, mag nicht glauben, wer ihn so agil und jugendlich erzählen hört. Immer etwas Neues zu machen und nicht stehen zu bleiben, ist wohl eines seiner Geheimnisse. Dabei hat er sich nichts geschenkt, stand auch mit hohem Fieber als Dirigent bereit: "Krank sein, gab's nicht!". Aber in erster Linie ist es wohl seine Offenheit, die ihn vor altersstarrsinnigen Reaktionen bewahrt. "Von vornherein etwas abzulehnen, das finde ich falsch", sagt er und wehrt sich gegen Vorverurteilungen moderner Inszenierungen wie neuer Musik. Und dann gibt er allen noch eine Art Lebensmotto mit auf den Weg: "Das, was man im Moment macht, muss man lieben". Daran hat er sich gehalten. Mit Erfolg..

 

 

 

30. November 2009, Wiesbadener Kurier

 

Konzerterlös für Musikbibliothek.

Förderverein überreicht Scheck

 

Die Leiterin der Musikbibliothek Wiesbaden Claudia Monien ist begeistert. „Jetzt kann ich für die Bibliothek meine Wunsch-DVD-Reihe doch noch anschaffen“, freut sie sich. Der Anlass: Der Förderverein der Musikbibliothek, „Prima La Musica“, vertreten durch seine Vorsitzende Christina Maria Willms und ihre Stellvertreterin Ulrike Waitz, hat ihr soeben einen Scheck in Höhe von 1.800 Euro überreicht. „Die DVD-Reihe der Masterclass Media Foundation stand ganz oben auf der Anschaffungsliste für die Musikbibliothek“, erklärt Claudia Monien, doch der ihr zur Verfügung stehende Etat war für dieses Jahr schon ausgeschöpft und so konnte der Betrag genau im richtigen Augenblick übergeben werden. Das Geld hatte der Verein durch die Veranstaltung eines Konzerts Ende Oktober im Sonnenberger Kaisersaal erlöst. Dort waren die Sänger Deborah Lynn Cole, Tami Jantzi und Kenneth Derby zusammen mit Erika le Roux am Klavier aufgetreten und hatten zugunsten der Musikbibliothek auf ihre Gagen verzichtet.

 

„Besonders Erika le Roux gebührt unser Dank“ sagt Christina Maria Willms. Es war schon das dreizehnte Konzert, bei dem sie mitwirkte. Dieses Mal hatte sie auch die künstlerische Leitung und die Moderation des Konzerts übernommen und die Zuhörer mit ihrer charmanten Art begeistert. Der Verein „Prima La Musica“ unterstützt und fördert die Musikbibliothek Wiesbaden in ihrem bildungspolitischen und kulturellen Auftrag. Neue Mitglieder sind dem Förderverein jederzeit herzlich willkommen. Informationen erhalten Interessierte über die Wiesbadener Musikbibliothek, Telefon 0611 / 31 20 21. 

 

 

 

30. Oktober 2009, Erbenheimer Anzeiger


Tolle Stimmen und begeisterte Zuhörer beim Konzert zugunsten der Musikbibliothek

Von Schörnig


Am letzten Samstag hatte der Förderverein der Musikbibliothek Wiesbaden, „Prima La Musica“, wieder zu einem ganz besonderen Musikerlebnis eingeladen. Unter der musikalischen Leitung von Erika le Roux fand ein Benefizkonzert „Die vier Soprane“ statt, ergänzt durch den Musical-Star Kenneth Derby. Leider konnten die Besucher nur zwei Sängerinnen in Sonnenberg erleben, denn Sharon Kempton war vertretungsweise beim „Weißen Rössel“ im Staatstheater engagiert. So passte man das Programm den Gegebenheiten an und improvisierte die Darbietungen, Man kann konstatieren, die Besucher wurden ganz sicher nicht enttäuscht. Nach der Begrüßung der Besucher durch Christina-Maria Willms vom Vorstand [des Fördervereins] der Musikbibliothek sowie der Bibliotheksleiterin Claudia Monien, folgte noch ein Grußwort der Schul- und Gesundheitsdezernentin Rose-Lore Scholz, bei dem diese ebenfalls auf das umfassende, unentgeltliche Engagement der Künstler, die Unterstützung durch die Stadt Wiesbaden, des Männerkammerchores Sonnenberg und weitere Unterstützer für diese Veranstaltung hinwies.

 

Danach trat man in das Programm ein, durch welches die in Süd-Afrika geborene musikalische Leiterin Erika le Roux führte, die auch die Sängerinnen und den Sänger auf dem Flügel begleitete. Das Programm eröffnete die gebürtige Amerikanerin Deborah Lynn Cole, Sopran, mit ihrem ersten Liedbeitrag, „Piangerò la sorte mia“ von Georg Friedrich Händel. Die lyrische Koloratursopranistin war auch zeitweise fest angestelltes Ensemblemitglied bei den Städtischen Bühnen Osnabrück und beim Hessischen Staatstheater in Wiesbaden. Nach diesem Auftakt war es dann Tami Jantzi, Mezzosopran, ebenfalls Amerikanerin und bei vielen, weltweiten Konzertveranstaltungen präsent, die temperamentvoll die Bühne betrat und im weiteren Verlauf des Abends manche „Hosenrolle“ präsentierte, denn viele Opernaufführungen zählen zu ihrem Repertoire. Der einzige Sänger des Abends, Kenneth Derby, musste da manchmal auch eine weitere „Sopranistin“ verkörpern, wenn auch nur durch eine Federstola als solche gekennzeichnet. Die musikalischen Beiträge der Komponisten deckten dabei gut 300 Jahre ab, angefangen bei Georg Friedrich Händel (1685-1759), über Mozart, Verdi, Puccini bis hin zu Richard Strauss, Gian Carlo Menotti (1911-2007) und Jerry Herman (*1931). Der Erlös der Veranstaltung kam wieder der ideellen und finanziellen Unterstützung der Musikbibliothek Wiesbaden, Schillerplatz 1-2, zu Gute.

 

 

 

30. Januar 2009, Wiesbadener Tagblatt

 

Vita des Dirigenten Karl Elmendorff zwischen Musik und Politik

Von Richard Hörnicke

 

Im Jahr 1962 starb in Hofheim am Taunus Karl Elmendorff, der in den Jahren 1931 bis 1935 und 1952 bis 1956 am Wiesbadener Theater als GMD wirkte. Nach dem Tod von Elmendorffs Ehefrau Minnegard im Jahr 2005 wurde Günter Fuhr, Richter am Landgericht Wiesbaden, zum Testamentsvollstrecker bestimmt. Verständlich, dass Fuhr, leidenschaftlicher Musikliebhaber, neben der Abwicklung der Formalitäten seines Auftrags sich intensiv mit der Vita des berühmten Dirigenten beschäftigte und diese Erfahrungen in einem Buch (Eine Testamentsvollstreckung zwischen Wahrheit und Dichtung, ein Dirigentenleben zwischen Musik und Politik, Richard Wagner und Adolf Hitler / Trés Rochas Verlag, Wiesbaden, 2008) veröffentlichte. Auf Einladung des Fördervereins für die Musikbibliothek der Stadt Wiesbaden "Prima la Musica" ließ er in einem Vortrag in den Räumen der Städtischen Musikbibliothek das Leben des Dirigenten auf der Grundlage dieses Buches in freier Rede vor einer kleinen Zuhörerschar Gestalt annehmen, zeigte sich von dem Gegenstand seiner Nachforschungen so fasziniert, dass seine Ausführungen oft das gesamte musikhistorische Umfeld einbezogen.


Im Verlauf der Ausführungen wurde deutlich, das sich Fuhrs Interesse besonders auf das Verhältnis des Dirigenten zum Nationalsozialismus bezog, der Frage nachging, wie ein Künstler vom Format Elmendorffs in die Fänge diese Regimes geraten, sich geradezu anbiedern konnte, eine Haltung, die ihn 1942 sogar mit der persönlichen Unterstützung Hitlers bis an das Pult der Dresdner Semperoper führte, nachdem er bereits 1927 unter der Protektion Siegfried und Winifred Wagners eine nachhaltige Karriere bei den Bayreuther Festspielen begonnen hatte. Ein Grund musste nach Fuhrs Einschätzung neben dem Karrierestreben in der Musik Richard Wagners liegen, deren narkotischer und oft ins Hymnische ausgreifender Gewalt sich auch Elmendorff nicht entziehen konnte.


Um diese emotional aufrüttelnde Musik zu demonstrieren, ließ Fuhr zu Beginn der Veranstaltung Wagners "Rienzi-Ouvertüre", später das Vorspiel zum dritten Akt des "Lohengrin" einspielen, beendete seinen Vortrag mit dem Trauermarsch aus der "Götterdämmerung". Dass sich Elmendorff während seiner Dirigententätigkeit auch für Novitäten einsetzte, kann nicht unbeachtet bleiben. Wie sehr dieser Zweispalt zwischen Künstlertum und Politik nach heute die Gemüter erhitzt, kam in der dem Vortrag folgenden Diskussion zur Sprache - kann man unter Kenntnis der gesetzeswidrigen und barbarischen Haltung einem Regime als ausübender Künstler dienen? Die Antwort gaben unter vielen anderen Thomas Mann, Paul Hindemith und Stefan Zweig.

 

 

 

15. Oktober 2008, Frankfurter Rundschau

 

Ohren im Paradies

Förderverein der Musikbibliothek feiert zehnten Geburtstag

 

Bücher, Zeitschriften, Noten, Schallplatten, CDs, Videos, DVDs und CD-ROMs in riesigen Mengen: Für Musikliebhaber öffnet sich hinter den Türen am Schillerplatz 1-2 ein echtes Paradies. Ob Klassik, Rock, Jazz, Hip Hop, Gothic oder Punk – die Musikbibliothek setzt auf Vielfalt und hat für jeden Musikgeschmack etwas zu bieten. Am Umfang des Bestands ist der Förderverein „Prima La Musica“ maßgeblich beteiligt. In diesen Tagen feiert er seinen zehnten Geburtstag. „Betrachten Sie es als eine Art Hobby“, sagt Vorsitzende Christina-Maria Willms auf die Frage nach der Motivation für ihr ehrenamtliches Engagement. Denn als Vereinsvorsitzende hat die 44-Jährige eine Menge Arbeit. „Am Samstag haben wir ein Benefizkonzert. Das kann ich nur vorbereiten, weil gerade Schulferien sind.“

 

Außerhalb der Ferien arbeitet die Musikwissenschaftlerin als Dozentin an der Wiesbadener Musik- und Kunstschule. Über diese Aufgabe ist sie auf die Musikbibliothek aufmerksam geworden und schließlich bei „Prima La Musica“ gelandet. Seit einem knappen Jahr ist sie dort Vorsitzende. Gegründet wurde der Verein im Oktober 1998 von Ingrid Freiberg. Deren Tochter studierte Musikwissenschaften, nutzte die Bibliothek rege. Aus Dank für die günstige Möglichkeit, an Noten und Aufnahmen zu gelangen, gab sie ein Benefizkonzert. Die Idee für den Verein war geboren. Heute zählt der Förderverein 70 Mitglieder. Die zahlen zwischen 18 und 25 Euro pro Jahr. Das restliche Geld kommt durch Spenden aufs Konto – und eben durch die jährlichen Benefizkonzerte. Insgesamt 80 000 Euro spielten sie bereits ein. Auch wenn der Verein rund 50 Prozent der Bibliotheksbestände finanziert – ein Mitspracherecht hat er nicht, wenn es um die Auswahl der Noten, Bücher und CDs geht. „Das ist auch gut so“, sagt Christina-Maria Willms.

 

Schließlich solle die Bibliothek keine Privatwünsche der Förderer erfüllen, sondern das kaufen, was für die Kultureinrichtung sinnvoll sei. Ihre Ursprünge hat die Musikbibliothek übrigens in einer Anfang des 20. Jahrhunderts vom Volksbildungsverein gegründeten Musikaliensammlung, die 1936 an die Stadtbibliothek fiel. Zunächst beschränkte sich die Sammlung auf Noten, die gegen eine kleine Gebühr ausgeliehen werden konnten. In den Fünfzigern kamen Schallplatten, Mitte der Achtziger CDs hinzu. Jüngstes Projekt der Bibliothek ist die „Musik auf Rädern“. Menschen mit eingeschränkter Mobilität bekommen regelmäßig kleine Musikpakete, ausgewählt nach ihrem persönlichen Interessenprofil.

 

Wer die Musikbibliothek nicht alleine besuchen kann, muss also auf den umfangreichen Bestand nicht verzichten. „Die Bürger sollten sowohl diesen Service als auch die Bibliothek an sich viel stärker nutzen“, appelliert Willms. „Sie ist ein echter Schatz in der Stadt.“ Das Benefizkonzert zum zehnten Geburtstag des Fördervereins startet am Samstag, 18. Oktober, um 19 Uhr im Tattersall. Auf der Bühne stehen die Sopranistinnen Deborah Lynn Cole, Sharon Kempton und Emma Pearson.

 

 

 

10. Oktober 2008, Wiesbadener Tagblatt

 

Einsatz für Kulturangebot in der Stadt

Förderverein der Musikbibliothek besteht seit zehn Jahren

Benefizkonzert am 18. Oktober

 

„Prima La Musica“, der Förderverein der Musikbibliothek feiert am 18. Oktober sein zehnjähriges Bestehen. Ein Benefizkonzert anlässlich des Jubiläums findet am Abend im Tattersall statt. „Bekannt zu werden!“ So lautet die knappe Antwort von Christina-Maria Willms, fragt man sie nach den Zielen ihres Vereins. Der Förderverein der Musikbibliothek unter Leitung der Vorsitzenden Willms feiert am 18. Oktober sein zehnjähriges Bestehen. Gegründet wurde der Verein 1998 von Ingrid Freiberg. „Damals studierte meine Tochter Musik- und Theaterwissenschaften“, erinnert sie sich. „Ich war alleinerziehend – und außerdem waren Noten immer sehr teuer. Deshalb waren wir beide unheimlich froh, dass es die Musikbibliothek in Wiesbaden gab.“ Nach dem Studium ihrer Tochter wollten sie der Bibliothek aus Dankbarkeit gern etwas zurückgeben. Also gab ihre Tochter ein Benefizkonzert, das sehr erfolgreich verlief.

 

Daraus sei dann die Idee eines Fördervereins entstanden. Inzwischen zählt „Prima La Musica“ etwa 70 Mitglieder und die Bestände der Musikbibliothek werden zu 50 Prozent vom Förderverein finanziert. Ein Großteil dieser Summe entstammt den jährlichen Benefizkonzerten. Außerdem besteht die Möglichkeit, für den Verein zu spenden oder gegen einen geringen Jahresbeitrag Mitglied zu werden. In Zeiten, so Willms, in denen die Unterstützung der Kommune für den kulturellen Bereich immer weiter zurückgehe, seien die Bürger eben verpflichtet, sich selbst für das Kulturangebot zu engagieren. Hauptberuflich arbeitet Christina-Maria Willms an der Wiesbadener Musik- und Kunstschule. Die Arbeit für den Verein erledigt sie in ihrer Freizeit – in den Ferien und am Wochenende.

 

Alleine für das anstehende Konzert habe sie etwa 700 Einladungen geschrieben und verschickt. Ehrenamtlich, wie sie betont, denn häufig greife sie für den Verein sogar in die eigene Tasche. Aber ihrem Verständnis nach gilt dies Tätigkeit einer großen Sache: der kulturellen und bildungspolitischen Entwicklung in der Stadt. „Wir haben ein kulturelles Erbe zu erhalten und weiter zu fördern!“, sagt Ingrid Freiberg. Aus eigener Erfahrung weiß sie, wie wichtig es vor allem für Kinder mit begrenzten finanziellen Möglichkeiten sein kann, Noten, CDs, Filme und Bücher ausleihen zu können.

 

Eine neue Einrichtung des Vereins heißt „Musik auf Rädern“ und richtet sich an Menschen, die nicht mehr mobil sind. „Leider werden die Chancen, die die Bibliothek bietet, trotz des stets erweiterten und aktualisierten Angebots längst noch nicht voll ausgeschöpft“, bedauert Willms. Zu viele Menschen wüssten nichts von dieser Einrichtung oder seien sich nicht darüber im Klaren, welche Möglichkeiten sie biete.

 

 

 

10. Oktober 2008, Wiesbadener Kurier

 

Ein bunter Abend mit Musik von Mozart bis Musical


Zehn Jahre Förderverein „Prima La Musica“: „Die drei Soprane“ geben am 18. Oktober im Tattersall ein Jubiläumskonzert für die Musikbibliothek.

Von Volker Milch


Was sich bei den Herren Tenören bewährt hat, müsste eigentlich auch bei Sopranen zum Erfolg führen: der Auftritt als Trio.

 

Die drei, die am 18. Oktober ein Benefizkonzert für die Musikbibliothek geben, sind als Sympathieträgerinnen des hiesigen Musiktheaters bestens bekannt: Die Amerikanerin Deborah Lynn Cole war lange Zeit am Staatstheater engagiert. Die Präsenz der beiden Australierinnen Sharon Kempton und Emma Pearson in Wiesbaden ist dem Stipendiaten-Programm zu verdanken, das seit ein paar Jahren begabte Nachwuchs-Stimmen aus dem „Fünften Kontinent“ ans Staatstheater bringt. Sharon Kempton kündigt ein Programm mit allerlei „Lieblingssachen“ von Mozart bis Musical an, begleitet von Erika le Roux am Klavier. Die Sängerin könnte an diesem Abend nicht nur als Musikerin, sondern auch als junge Mutter gefragt sein: Olivia ist gerade erst zehn Wochen alt und wird notfalls zwischen den Arien gestillt.

 

Von Emma Pearson ist am Benefiz-Abend neben stimmlicher Brillanz sicher auch gute Laune zu erwarten: Die Sopranistin hat, wie man zum Beispiel in ihrer Darstellung der Olympia aus der Oper „Hoffmanns Erzählungen“ sehen konnte, eine ausgesprochen komödiantische Ader. Wie ihre Kollegin macht sie sich nun gerne für die Musikbibliothek stark, die sie auch selbst fleißig nutzt. Schließlich könne man sich nicht alle Noten selbst kaufen, sagen die Sängerinnen unisono. Apropos Noten: Ein besonders großes, hölzernes Exemplar diesen Kulturguts wird am 18. Oktober auf der Bühne des frisch renovierten Tattersalls nicht nur ein-, sondern auch dreidimensional präsent sein und soll das Jubiläum des Bibliotheks-Fördervereins „Prima La Musica“ signalisieren. Die Skulptur ist eine Leihgabe von Klaus Staab, der sich auf die Produktion von hölzernen Noten spezialisiert hat.

 

Vor zehn Jahren wurde der nun 70 Mitglieder zählende Förderverein von Ingrid Freiberg und anderen Musikfreunden gegründet und hat in regelmäßigen Benefizkonzerten rund 80.000 Euro für die Musikbibliothek zusammengebracht. Seit November vergangenen Jahres ist Christina-Maria Willms die Vorsitzende. Sie unterrichtet an der benachbarten Wiesbadener Musik- und Kunstschule Klavier, Blockflöte und Theorie und ist natürlich auch als Pädagogin „sehr daran interessiert“, die Arbeit der Bibliothek zu unterstützen. Darüber freut sich nicht zuletzt deren Leiterin Claudia Monien, die mit den Spenden des Vereins zum Beispiel gerade das Angebot an Opern-DVDs erweitern konnte. Ein solcher Förderverein sei „einmalig in Deutschland“ – ihre Kollegen aus anderen Städten würden sie beneiden.

 

 

 

2. Oktober 2008, Wiesbadener Wochenblatt


10 Jahre Förderverein der Musikbibliothek Wiesbaden

 

Das Benefiz-Konzert von Prima La Musica am Samstag, 18. Oktober 2008, 19 Uhr im Tattersall verspricht ein ungewöhnliches „Fest“ zu werden: Mit Musik von Händel, Mozart, Puccini, Strauss, Lehár, Gershwin und Bernstein ist ein Programm, maßgeschneidert für das 10-jährige Bestehen des Fördervereins Prima La Musica zu hören. Ansteckend vielseitig die Künstlerinnen: Deborah Lynn Cole, die lyrische Koloratursopranistin überzeugt im In- und Ausland mit ihrer klaren, glockenreinen Stimme. Ihr Repertoire reicht von Oper, Operette, Jazz bis zur konzertanten Musik. Neben ihren Engagements ist sie Lehrbeauftragte für Gesang.

 

Sharon Kempton hat das Wiesbadener Theater- und Konzertpublikum im „Sturm“ erobert. Die mehrfache Preisträgerin begeistert in anspruchsvollen Partien. Für ihre Rolle als Cleopatra in Händels „Julius Cäsar“ erhielt sie von der Zeitschrift „Opernwelt“ eine Nominierung in der Kategorie „Beste Sängerin des Jahres“.

Emma Pearson, die zierliche Sopranistin überrascht mit Stimmgewalt und strahlender koloratursicheren Stimme. Auch sie ist vielfach ausgezeichnet. Die Pianistin Erika le Roux, Künstlerische Leiterin und Moderatorin, ist mit Solo-Konzerten weltweit erfolgreich. Als Operncoach verfügt sie über ein erstaunliches Repertoire - von Monteverdi bis zur Avantgarde. Ferner überzeugt sie als Musical- und Operndirigentin.

 

 

 

4. Februar 2008, Frankfurter Rundschau

 

Vorstandswechsel bei Prima La Musica

 

Der Förderverein der Musikbibliothek hat eine neue Vorsitzende: Christina Willms, Musikwissenschaftlerin und Dozentin an der Musik- und Kunstschule, löst Ingrid Freiberg ab. Der Förderverein Prima La Musica hat seit seiner Gründung vor zehn Jahren für die Ausstattung der Musikbibliothek 80.000 Euro zusammengebracht.

 

 

 

31. Januar 2008, Wiesbadener Wochenblatt

 

Prima La Musica: Ingrid Freiberg gibt den Vorsitz an Christina Willms ab

 

Unter neuer Leitung setzt der Förderverein der Wiesbadener Musikbibliothek „Prima La Musica“ seit dem Jahreswechsel seine bisher außerordentlich erfolgreiche Arbeit fort. Ingrid Freiberg, Mitbegründerin und bisherige Vorsitzende des Vereins, gab die Verantwortung an Frau Christina Willms,  Musikwissenschaftlerin und Lehrerin an der Wiesbadener Musik- und Kunstschule, weiter. Seit seiner Gründung im Jahre 1998 konnte der Förderverein der Wiesbadener Musikbibliothek rund 80.000 Euro für die Anschaffung von Büchern, Noten, CDs und anderen Medien zur Verfügung stellen! Wichtigste Quelle für diese Spenden waren vom Verein organisierte vorweihnachtliche Benefizkonzerte, bei denen erstklassige Künstler, trotz ihrer Engagements an Opernhäusern rund um den Globus, aus alter Freundschaft zu Wiesbaden und seinem begeisterten Musikpublikum ohne Gage spielten und sangen. Alle Einnahmen aus diesen Veranstaltungen und weitere Spenden wurden der Musikbibliothek zur Verfügung gestellt. Entsprechend fiel der Dank der Bibliotheksleiterin Claudia Monien an den alten Vorstand und insbesondere an die scheidende Vorsitzende aus. Frau Willms wird die Tradition der Benefizkonzerte weiterführen.

 

 

 

29. Januar 2008, Wiesbadener Tagblatt


Neue Vereinsführung

 

Unter neuer Leitung setzt der Förderverein der Wiesbadener Musikbibliothek „Prima La Musica“ seit dem Jahreswechsel seine bisher erfolgreiche Arbeit fort. Ingrid Freiberg, Mitbegründerin und bisherige Vorsitzende des Vereins, gab die Verantwortung an Frau Christina Willms, Musikwissenschaftlerin und Lehrerin an der Wiesbadener Musik- und Kunstschule, weiter. Seit seiner Gründung im Jahre 1998 konnte der Förderverein der Wiesbadener Musikbibliothek rund 80.000 Euro für die Anschaffung von Büchern, Noten, CDs und anderen Medien zur Verfügung stellen. Wichtigste Quelle für diese Spenden waren vom Verein organisierte vorweihnachtliche Benefizkonzerte, bei denen erstklassige Künstler aus alter Freundschaft zu Wiesbaden und seinem begeisterten Musikpublikum ohne Gage spielten und sangen. Alle Einnahmen aus diesen Veranstaltungen und weitere Spenden wurden der Musikbibliothek zur Verfügung gestellt. Entsprechend fiel der Dank der Bibliotheksleiterin Claudia Monien an den alten Vorstand und an die scheidende Vorsitzende aus.

 

 

 

4. November 2005, Wiesbadener Tagblatt

 

Kulturellen Auftrag im Blick

 

Prima La Musica Förderverein der Musikbibliothek lädt ein zum 10. Benefizkonzert.

 

Künstler singen in den großen Opernhäusern der Welt und kommen seit 1996 im Dezember zu einem Benefizkonzert in die Stephanuskirche...

 

 

 

22. Dezember 2003, Wiesbadener Tagblatt

 

Primadonnen zeigen im Katzenduett ihre Krallen

 

Als komödiantischer Höhepunkt des Konzertes kredenzen Sue Patchell und Eilana Lappalainen das Katzenduett, hier rechnet Rossini mit den Eitelkeiten seiner Primadonnen ab..., die einen komischen Wettstreit inszenieren, sich anfauchen mit zusammengebissenen Zähnen, vokal die Krallen ausfahren gegen die Rivalin – das ist Opernpersiflage vom Allerfeinsten.

 

Dem Tenor Michael Vaccaro gelingen in Taminos Bildnis-Arie feine Piano-Nuancen.

 

...es ist ein Konzert mit vokalen Highlights und zugleich mehr – eine Begegnung zwischen Interpreten und Zuhörern von familiärer Herzlichkeit und spontaner Musizierfreude.

 

 

 

22. Dezember 2003, Wiesbadener Kurier

 

In der Sprache der Seele

 

Opern-Stars singen für Wiesbadens Musikbibliothek

 

...um ein derartig anspruchsvolles Programm zu gestalten und ihm die musikalische Basis zu sichern, dafür ist niemand besser geeignet als die Pianistin Erika LeRoux.

 

 

 

19. November 2003, Wiesbadener Kurier

 

Benefiz zu Weihnachten – Unterstützung für die Musikbibliothek

 

Draußen wird gegen das Sparen protestiert, das auch im Gebäudekomplex Schillerplatz 1-2 den Ton angibt: Die Wiesbadener Musikbibliothek ist im allgemeinen Streichkonzert immer stärker auf privates Engagement angewiesen...

 

 

 

11. Februar 2003, Wiesbadener Kurier

 

„Vielleicht haben Sie auch Wünsche“

 

Wiesbadens Musikbibliothek am Schillerplatz öffnet sich mit ihrer „after work“-Reihe

...im Zentrum der Stadt mausert sich eine Bibliothek zum Treffpunkt.

...über einen Mangel an Zuwendung können sich Musikfreunde in Wiesbadens Musikbibliothek sicher nicht beklagen.

 

 

 

23. Dezember 2002, Wiesbadener Tagblatt

 

Der Erfolg hat viele Väter

 

Glanzlicht des über drei Stunden währenden Programms war Keith Ikaia-Purdy, der mit der Interpretation von Liedern und Arien, darunter einem Medley „I am Hawaii“ aufwartete und mit Nachdruck bestätigte, dass die metallische Kraft seines voluminösen Tenors nichts an Strahlkraft eingebüßt hat.

 

Dieser Abend war ein beachtlicher Erfolg für die Künstler und vor allem für die Bibliothek...

 

 

 

11. Dezember 2002, Wiesbadener Kurier

 

Schöne Zeit in Wiesbaden

 

Tenor Keith Ikaia-Purdy kommt zum Benefiz-Weihnachtskonzert zurück.

 

Was bringt einen international renommierten, an großen Häusern zwischen Wien und New York engagierten Operntenor dazu, seine Kunst in schöner Regelmäßigkeit in einem Wiesbadener Kirchlein erklingen zu lassen?

 

Keith Ikaia-Purdy nennt gleich eine Reihe triftiger Gründe:...Er fühle sich dem hiesigen Publikum verbunden, habe kaum Gelegenheit, Weihnachtslieder zu singen und unterstütze sehr gerne die Musikbibliothek...

 

 

 

27. Dezember 2001, Wiesbadener Tagblatt

 

Eine „Stille Nacht“ in mehreren Sprachen

 

...unter Leitung von Erika LeRoux zu einem festlichen und bunt gemischten, dazu von Wolfgang Vater charmant moderierten umfangreichen Programm...

 

Keith Ikaia-Purdy sorgte mit seinen hawaiianischen Beiträgen für den Auftritt eines weiteren Gastes. Da er darauf bestand, seine Stücke nur mit Gitarrenbegleitung aufzuführen, wurde kein Geringerer als der Wiener Peter Horton aufgeboten.

 

...eindringlich Romana Vaccaro mit „Climb every Mountain“ aus „Sound of Music“

 

Und wer die Pianistin Erika LeRoux bisher nur im Hintergrund wahrgenommen hatte, erlebte nun eine Überraschung. Ein Duett mit Brett Hamilton bewies ihre zweite große Begabung in dem Titel „Some enchanted evening“ ebenfalls aus „South Pacific“.

 

 

 

23. Dezember 2001, Wiesbadener Kurier

 

Gesungene Grüße aus Hawaii

 

Weihnachtskonzert mit großen Wiesbadener Stimmen

 

Fans wissen, was sie erwartet, wenn unter dem Titel „Weihnachten zu aller Zeit“ in die festlich geschmückte Stephanuskirche geladen wird...

 

...dass hier wirklich jede Sehnsucht nach idyllischer heiler Welt befriedigt wurde.

 

 

 

1. Dezember 2001, Wiesbadener Kurier

 

Konzert für Wiesbadens Musikbibliothek

 

...Kulturdezernentin Rita Thies ist erfreut über die Aktivitäten des Fördervereins Prima La Musica, der für die „Schaffung von Gestaltungsspielräumen“ so wichtige Arbeit leiste.

 

...Claudia Monien, die Leiterin der Bibliothek, ist mehr als zufrieden mit der erfahrenen Unterstützung zumal der Förderverein in Zusammenarbeit mit Michael Blevins, ArtiCon Musikproduktion, eine CD veröffentlicht hat: „O Holy Night“ ist die Silberscheibe betitelt...

 

 

 

27. Dezember 2000, Wiesbadener Tagblatt

 

Eine amerikanische Auswahl

 

Auch in ästhetischer Hinsicht war der Bogen weit gespannt:

Vom innigen „Ave Maria“ (geradezu schmachtend Keith Ikaia-Purdy)

zu amerikanischen Weihnachtsliedern (mit Entertainer-Qualitäten Brett Hamilton).

 

An Klavier und Orgel begleitete souverän Erika LeRoux...

 

 

 

27. Dezember 2000, Wiesbadener Kurier

 

Publikumswirksamer Einzug mit „einfachem Lied“

 

...als der lyrische Tenor Keith Ikaia-Purdy aus dem Hintergrund mit dem „Simple Song“ und aus „The Mass“ von Bernstein publikumswirksam zu Erika LeRoux an den Flügel kam.

 

 

 

9. Dezember 2000, Wiesbadener Tagblatt

 

Künstler treten gerne auf

 

Auf dem Programm stehen auch diesmal so prominente Namen wie Gabriela Künzler,

Keith Ikaia-Purdy oder auch Brett Hamilton, um nur einige der internationalen Künstler zu nennen, die ansonsten in so berühmten Häusern wie der New Yorker „MET“ oder der Staatsoper Wien auf der Bühne stehen. Doch immer wieder gerne kommen sie in die Kurstadt, um hier ohne Gage für den guten Zweck aufzutreten.

 

 

 

7. Februar 2000, Wiesbadener Tagblatt

 

Blick in die Welt der Klänge und Noten

 

Musikbibliothek öffnet ihre Türen am Schillerplatz 1.

 

Stadt- und Landesbibliothek sind in Wiesbaden bekannt. Dass die Stadt jedoch auch über eine Musikbibliothek verfügt, ist weitgehend unbekannt.

 

Dabei hat gerade diese Einrichtung einiges zu bieten: 32.500 Partituren, 8.000 Bücher, 23 Zeitschriften, 4.700 Schallplatten, 1.100 Kassetten, 7.000 CDs, 20 CD-Roms und 170 Musikvideos...

 

 

 

7. Februar 2000, Wiesbadener Kurier

 

Am Wiesbadener Schillerplatz hat man es sich zum Ziel gesetzt, ein Stück Wiesbadener Musikleben transparenter zu machen.

 

Die Präsentation auf einer Etage schafft mehr Übersichtlichkeit. Claudia Monien erklärt Besuchern Wissenswertes zur Nutzung der Bibliothek.

 

Bei einem Quiz zur Musikbibliothek gab es beachtliche Preise zu gewinnen...es wurde wieder einmal deutlich, was die Wiesbadener in Sachen Musik so alles zu bieten haben.

 

 

 

8. Januar 2000, Wiesbadener Kurier

 

Niemand soll die Musikbibliothek mit leeren Händen verlassen

 

Die Leiterin setzt auf Vielfalt.

 

...der Mitschnitt der Bayreuther Festspiele aus den 50er Jahren bleibt im Haus...

 

Die Leihbibliothek für Musikbegeisterte bietet Traummusik für jeden Geschmack.

 

Die Musikbibliothek hat ihre Ursprünge in einer Anfang des 20. Jahrhunderts vom Volksbildungsverein gegründeten Musikaliensammlung, die 1936 an die Stadtbibliothek fiel.

 

 

 

5. Januar 2000, Wiesbadener Kurier

 

Ausleihen mit Goldberg-Dekor

 

Am 10. Januar eröffnet Wiesbadens Musikbibliothek im neuen Domizil.

 

Die Goldbergvariationen ziehen sich über die lange Glas-Ablage; der Schatten der Noten wird auf Holz und blauem Teppich gleich doppelt sichtbar.

 

 

 

20. Dezember 1999, Wiesbadener Tagblatt

 

Aus aller Welt

 

Es ist ein Konzert mit großem künstlerischen Anspruch und zugleich mehr – eine Begegnung von familiärer Herzlichkeit und spontaner Musizierfreude.

 

Gabriela Künzler füllte die Dalilah-Arie mit leuchtender Intensität und gab gemeinsam mit Sue Patchell Offenbachs „Barkarole“ verführerischen Schmelz.

 

In spielerischer Leichtigkeit rhythmisierte der Tenor Simon Roberts alte französische Volkslieder.

 

Wolfgang Vater führte launig und locker durchs Programm.

 

 

 

 

20. Dezember 1999, Wiesbadener Kurier

 

Dynamisch gestaltete Tonschönheit

 

Ein Kabinettstück war die „Verleumdungsarie“ aus dem „Barbier von Sevilla“ dargeboten von Johann-Werner Prein.

 

Insgesamt hervorragende sängerische Leistungen im Dienst einer guten Sache und eine Tradition, die man fortsetzen sollte.

 

 

13. Dezember 1999, Wiesbadener Kurier

 

Arien für die Musikbibliothek

 

Gerade stand sie als Isolde in der New Yorker Metropolitan Opera auf der Bühne, jetzt singt sie in Wiesbaden Weihnachtslieder – die Sopranistin Sue Patchell...

 

 

 

10. Dezember 1999, Wiesbadener Tagblatt

 

Weihnachten mit Stars der Oper

 

Ein Blick auf das Programm und die gastierenden Künstler lässt die Leiterin der Musikbibliothek, Claudia Monien, und die Vorsitzende des Fördervereins „Prima La Musica“, Ingrid Freiberg, berechtigterweise in Euphorie schwelgen.

 

 

 

10. Dezember 1999, Wiesbadener Kurier

 

Sue Patchell debütiert als Maria

 

Im „Herz der Stadt“ könnten in Zukunft verstärkt populäre Themen und Titel gefragt sein: Musical und Filmmusik etwa.

 

„Weihnachten in aller Zeit“ ist das Motto des Konzertes, bei dem es, so Michael Blevins, auch Sue Patchells Debüt als Maria aus „West Side Story“ geben wird. Begeistert erzählt Blevins von den jüngsten Erfolgen Sue Patchells: an der MET sei sie gerade als Isolde spektakulär gefeiert worden, schon als Senta und „Fidelio“-Leonore im Gespräch.

 

Keith Ikaia-Purdy, seit 1992 im Ensemble der Wiener Staatsoper, wird an der MET als Hoffmann debütieren.

 

 

 

17. Juli 1999, Wiesbadener Tagblatt

 

Lobby für die Musikbibliothek

 

Der Verein „Prima La Musica“ hat sich die ideelle und finanzielle Förderung der Musikbibliothek zum Ziel gesetzt, erstrebt ein “breites Sponsoring auf kommunaler Ebene” und unterstützt die Bibliothek durch den Ankauf von Medien.

 

 

 

21. Dezember 1998, Wiesbadener Tagblatt

 

Mit internationalem Flair

 

Gelungenes Benefizkonzert für die Musikbibliothek im Casinosaal

 

So vollbesetzt hatten sie den Casino-Saal noch selten erlebt. So verwundert es nicht, wenn man bei diesem dritten Benefizkonzert für die Musikbibliothek bei den Veranstaltern nur strahlende Gesichter sah.

 

Das Blechbläserensemble der Wiesbadener Musik- und Kunstschule stand in Sachen Professionalität und künstlerischer Reife, ebenso wie der Frauenchor „Cantando Cantabile“ den internationalen Gästen in nichts nach.

 

Das Publikum liebte „seine“ Stars von der ersten Minute an.

 

Ein Gesamtkonzept, das auf hohem musikalischem Niveau angesiedelt war, dennoch nicht zum elitären Marathon der Stars geriet.

 

Kulturdezernent Peter J. Riedle würdigte darüber hinaus die Arbeit der engagierten Vereinsmitglieder und legte mit einer Spende der Spielbank einen finanziellen Grundstein für die zukünftige Arbeit.

 

 

 

21. Dezember 1998, Wiesbadener Kurier

 

Weihnachten in aller Welt

 

Die erste Hälfte des Konzerts im ausverkauften Casinosaal bestand zum guten Teil aus Arien und Ensembles der Opernliteratur.

 

Viel Beifall gab es für die elf Damen des Chors „Cantando Cantabile“, die mit amerikanischen Songs das Programm ergänzten, sowie für das Blechbläser-Ensemble der Wiesbadener Kunst- und Musikschule.

 

Brett Hamilton mit wahren Entertainment-Qualitäten – fulminant: Hamiltons Frank-Sinatra-Double „New York, New York...

 

 

 

5. November 1998, Wiesbadener Kurier

 

Lesungen und Konzerte

 

Verein „Prima La Musica“ fördert Musikbibliothek

 

Mit Nachdruck will nun der Förderverein seine Ziele verfolgen, die in der Leistungsverbesserung der Einrichtung und in Öffentlichkeitsarbeit und Werbung liegen.

 

Ingrid Freiberg führt das beachtliche überregionale Interesse an der Musikbibliothek ins Feld, dem die vergleichsweise geringere Beachtung durch die hiesigen Schulen entgegensteht. Das soll geändert werden.

 

 

 

5. September 1998, Wiesbadener Kurier

 

Kein Konzert ohne vorherige Probe

 

Massenheimer sind weltweit aktiv

 

Tanja Grimm und Michael Blevins haben Kontakte zu Künstlern in der ganzen Welt.

 

Sehr anspruchsvolle Programme...

 

Articon-Konzerte sind nicht zu vergleichen mit den Opern-Galas, die landauf, landab von so manchen Agenturen lieblos in großen Hallen in Szene gesetzt werden...

 

 

 

23. Dezember 1997, Wiesbadener Tagblatt

 

Stimmen wie Samt und Seide

 

Ein von Gerard LeRoux innig empfundener „Messias“ und ein unter die Haut gehender „Old man river“ von Brett Hamilton gaben den furiosen Auftakt des Weihnachtskonzertes.

 

Mit klangprächtigen Tönen wie Samt und Seide rissen der markante Bariton Brett Hamilton und der ausdrucksstarke Spintotenor Gerhard LeRoux zu einer Begeisterung hin, die in Wiesbaden viel zu selten zu hören sind.

 

Gleiches gilt für Deborah Lynn Cole, die mit glockenhellem Sopran und glaubwürdig szenischer Gestaltung beglückte.

 

 

 

23. Dezember 1997, Wiesbadener Kurier

 

„Stille Nacht“ einmal aus Hawaii

 

...Komponistin seines Liedes „Kuúipo i kahe e“ ist die hawaiische Prinzessin Like-Like, die in Wien Musik studiert hat...“Es ist das erste Mal, dass ich ein hawaiisches Lied singe“, lächelte der gebürtige Insulaner Keith Ikaia-Purdy.

 

Der südafrikanische Tenor Gerhard LeRoux und Deborah Lynn Cole eröffneten mit virtuosen Koloraturen.

 

Voller Anmut und emotionaler Wärme sang Pamela Pantos.

 

 

 

6. Februar 1997, Wiesbadener Tagblatt

 

Benefizkonzert-Erlös an Musikbibliothek

 

Die Geschäftsführer der Musikagentur „Articon“, Tanja Grimm und Michael Blevins, überreichen der Leiterin der Musikbibliothek, Claudia Monien, den Reinerlös (5.000 DM) aus dem Benefizkonzert 1997.

 

 

 

24. Dezember 1996, Wiesbadener Tagblatt

 

Festlich und berührend

 

Wolfgang Vater betreute charmant den Ablauf und war selbst als Lied-Interpret zu hören.

 

Die Pianistin Erika LeRoux war an diesem Abend mit zwei anspruchsvollen Chopin-Etüden Nr. 1 und 12 aus op.25 zu bewundern (endlich hörte man einmal bei der „Harfen-Etüde“ durchgängig die lyrische Melodie!).

 

Sue Patchell und Brett Hamilton gefielen nicht nur als Solisten, sondern setzten gemeinsam einen Höhepunkt durch eine szenisch-sängerisch heitere Darbietung eines amerikanischen Familien-Weihnachtsabends. Das Publikum forderte Zugabe, und das Paar folgte mit einem bejubelten Duett aus Lehars „Lustiger Witwe“.

 

 

 

24. Dezember 1996, Wiesbadener Kurier

 

Chöre, Koloraturen und Glücksmomente

 

Der Extrachor des Staatstheaters unter der Leitung von Carl Robert Helg sang stimmlich ausgeglichen, lupenrein und wortverständlich kam aus Mozarts „La Clemenza di Tito“ der Chor (mit Tenorsolo aus den eigenen Reihen – Klaus Peter Lang) „Stimmt alle mit Freuden ein“ in den vollbesetzten Casinosaal.

 

Gerne würde man den Extrachor mit einem eigenen Abend hören.

 

Moderator und Bariton Wolfgang Vater eröffnete mit dem schönen Lied „Der heilige Nikolaus“. Später sang er „Es ist ein Ros entsprungen“.

 

Das ganz große Glanzlicht war selbstverständlich der Tenor Keith Ikaia-Purdy

 

 

 

17. Dezember 1996, Wiesbadener Kurier

 

Weihnachtliche Lieder aus der ganzen Welt, Ausschnitte aus Händels „Messias“ und berühmte festliche Lieder aus der Welt der Oper, Operette und Musical stehen auf dem Programm.